Dellbrücker Heide
Im Gegensatz zu der großen Wahner Heide kennen viele Kölner die Dellbrücker Heide nicht. Deswegen wissen sie auch nicht, dass das mit ca. 39 Hektar relativ kleine Areal Lebensraum für eine enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren bietet. Darunter befinden sich übrigens auch viele seltene und bedrohte Arten von Blumen, Insekten und Reptilien.
Dass dem so ist, ist das Verdienst der BUND Kreisgruppe Köln. Sie hat die Pflege dieses bis 1993 militärisch genutzten Gebietes übernommen. Zahlreiche Freiwillige und Ehrenamtliche verbringen jede Woche, sommers wie winters, viele Stunden auf der Heide, um dieses wertvolle Biotop für die Kölner zu erhalten.
Es wird ihnen leider nicht immer gedankt. Es gibt die Plagen, die man auch in allen anderen Grünflächen der Stadt kennt, wie zum Beispiel Müll, freilaufende Hunde, Hundekot und Menschen, die über Pflanzen trampeln. Aber das Verhalten auf der Heide geht sogar manchmal ins Kriminelle über. So wurden BUND-Ehrenamtler schon bei der Arbeit physisch von Passanten bedroht, die sich in ihrer „Freiheit“ gestört fühlten, die Heide zu zerstören.
Besonders erschreckend ist, dass regelmäßig Feuer gelegt wird. Das gefährdet nicht nur das Leben auf der Heide, sondern auch die Anwohner. Umso mehr verwundert es, dass die Kölner Behörden offensichtlich gar nichts unternehmen, um dem kriminellen Treiben ein Ende zu setzen.
Die Bilder in dieser Galerie entstanden ausschließlich auf der Dellbrücker Heide. Die Hoffnung ist, dass noch viele neue Bilder hinzukommen können. Denn richtig geschützt und gepflegt bleibt die Heide auch für Tierfotografen ein unerschöpfliches Reservoir.
